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Immobilienmarkt: Wie entwickeln sich die Preise 2023?

Immobilienmarkt: Wie entwickeln sich die Preise 2023?


Wer sich in der aktuellen Zeit eine Immobilie zulegen möchte, muss mittlerweile immer tiefer in die obligatorische Tasche greifen. Die Preisentwicklung kann zudem durch äußere Faktoren beeinflusst werden. Während der Immobilienmarkt in guten Zeiten regelrecht aufblüht, kann die Blase aufgrund einer großen internationalen Krise jederzeit platzen. Nicht zuletzt deshalb wird das Spekulieren auf Immobilien immer wieder mit Glücksspiel und damit mit der Nutzung von Free Spins verglichen. Wie unsere Prognose für den Immobilienmarkt im Jahr 2023 aussieht, erfahren Sie in diesem Beitrag!

Preise seit 2008 stetig gestiegen

Die Finanzkrise hatte massive Auswirkungen auf die weltweite Wirtschaft. Vor allem war der Immobilienmarkt enorm betroffen. Grund für den schnellen Absturz der Immobilienpreise von stellenweise über 50 (!) Prozent war vor allem eine Verkettung von Pleitewellen in den USA. Hier haben etliche Kreditnehmer ohne ausreichende Rücklagen Häuser gebaut, die finanzierenden Banken erlitten parallel dazu jedoch starke Rückschläge. Da die Kredite nun nicht mehr aufgeschoben werden konnten, kam es zu vielen Verkäufen zur gleichen Zeit.

Da die führenden US-Banken jedoch auch international ziemlich stark vertreten waren, dauerte es lange, ehe die Krise auch über die Grenzen der Vereinigten Staaten hinaus für Aufsehen sorgte. Durch verschiedene Finanzspritzen, welche vor allem aus Steuergeldern finanziert wurden, stabilisierte sich der Markt jedoch bereits nach wenigen Jahren wieder. Seitdem ist der Anstieg der Preise nahezu nicht mehr aufzuhalten. Wer einen Blick auf die durchschnittlichen Marktwerte der vergangenen Jahre wirft, kann einen stets steigenden Graphen beobachten, bei dem noch kein Ende in Sicht zu sein scheint.

Grund für den signifikanten Anstieg seit 2008 und der damit errungenen Rehabilitierung ist vor allem der Anstieg neuer Investoren. Auch die Tatsache, dass beispielsweise die Europäische Zentralbank seit nunmehr über einem halben Jahrzehnt konsequent Kredite zum Nullzins vergibt, hat einen großen Einfluss auf die steigende Attraktivität des Kaufs von Immobilien. Schließlich werden die nicht vorhandenen Zinsen an die Endverbraucher weitergegeben, welche schlussendlich die Gelder zum Bau eines Eigenheims verwenden können.


Der beste Zeitpunkt war in den frühen 2010ern

Alle, die sich kurz nach der Immobilienkrise mit einem Eigenheim die Chance auf ein befreites Leben sicherten, können sich über den Zeitpunkt ihrer Entscheidung also mehr als glücklich schätzen. Seit einigen Jahren sind die Preise stets am Steigen – viele überlegen es sich mittlerweile mehr als zweimal, ob die Entscheidung für ein eigenes Haus tatsächlich die richtige ist.

Die Angst, eine erneute Krise würde abermals für einen starken Einsturz der Marktpreise münden, ist bei vielen privaten potentiellen Hauskäufern schlichtweg zu groß. Vor allem die aktuelle Situation in Osteuropa und die damit verbundenen Auswirkungen auf nahezu alle Regionen der Erde sind ein großes Warnsignal, welches viele von einer so großen Investition abschreckt.

Nicht zuletzt deshalb fokussierten sich in letzter Zeit immer häufiger große Investoren auf den Immobilienmarkt. Da hierbei eine ganz andere Finanzierung den Rücken freihalten kann, sind die Big-Player den privaten Interessenten in vielen Punkten überlegen. Viele erkennen bereits, dass eine solche Entwicklung alles andere als gesund sein kann. Schließlich häufen sich durch den Einstieg finanzstarker Investoren Neubauprojekte, deren Mieten kaum zu bewältigen scheinen. Immer seltener werden dagegen Häuser in vergleichsweise weniger attraktiven Regionen gebaut.

Werden Immobilien weiterhin im Wert steigen?

Eins ist so gut wie sicher: Irgendwann wird es durch äußere Einflüsse erneut zu einem Einbruch der Immobilienpreise kommen. Die Frage ist allerdings, wann dies geschehen wird. Viele sehen aufgrund der sich immer weiter zuspitzenden Lage in der Weltpolitik schon bald eine ähnliche Situation, wie sie im Jahr 2008 stattgefunden hat. Sollte sich dies bewahrheiten, wäre eine Investition in einer solchen Größe aktuell mehr als fatal. Das Problem ist jedoch, dass niemand einen solchen Vorfall vorhersagen kann.

Sollte sich die politische Lage beruhigen und sollten in Zukunft keine größeren wirtschaftlichen Problematiken auftreten, ist ein weiterer Anstieg der Preise für Immobilien – vor allem in den wichtigen Ballungsräumen – zu erwarten. Somit ist es in der aktuellen Zeit mehr als spekulativ, ein Eigenheim per Kredit oder auch aus Rücklagen zu finanzieren.

Sorgen die neuen BaFin-Regeln für einen Preisfall?

In den meisten Fällen erfolgt ein Neubau nur, weil die Bank entsprechende finanzielle Mittel in Form eines Kredits bereitstellt. Für die Geldinstitute gelten ab April 2023 jedoch neue Regeln. Statt bisher sieben Prozent, sind die Banken ab diesem Zeitpunkt dazu verpflichtet, knapp zehn Prozent der Finanzierungssumme als sogenannte Sicherheitseinlage aufzubewahren. Da die Geldgeber mit einer solchen Sicherheitseinlage keinen Handel betreiben können, fehlen den Banken die Gelder, um in der Zwischenzeit durch anderweitige Geschäfte Gewinne erzielen zu können.

Im Umkehrschluss erwarten viele Experten, dass mit den neuen Regeln der BaFin eine Erhöhung der Zinssätze für Baufinanzierungen einhergeht. Dies könnte die Attraktivität für interessierte Käufer deutlich schmälern. Zwar ist hierdurch keinesfalls ein Einsturz der Preise im zweistelligen Prozentbereich zu befürchten, dennoch könnten die steigenden Zinsen zumindest dazu führen, dass der Anstieg der Preise zunächst einmal stagniert.

Das Ende der Nullzins-Politik naht

Viele potentielle Immobilienkäufer haben diese Nachricht wohl eher schlecht aufgenommen. Nach etlichen Jahren, in denen sich Banken und somit auch Kreditnehmer Geld zum Nulltarif ausleihen konnten, neigt sich dies dem Ende entgegen. Nach den neuen Regelungen, welche durch die BaFin ausgerufen wurden, erreichte mit dieser Nachricht gleich die zweite Hiobsbotschaft binnen kürzester Zeit mögliche Interessenten für den Kauf eines Hauses.

Schließlich bedeutet auch diese Neuigkeit einen nicht zu vernachlässigenden Anstieg der Kosten für den Erwerb einer Immobilie. Da die Banken nun selbst nicht mehr ohne Aufschlag an das Geld kommen können, werden die neu entstehenden Kosten mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Endverbraucher umgewälzt. Je nach Bau- oder Kaufvorhaben können die Auswirkungen dieser beiden Neuerungen einen fünfstelligen Betrag ausmachen.

Es lässt sich also festhalten, dass der beste Zeitpunkt für den Kauf einer Immobilie bereits ein paar Jahre zurückliegt. Wer jedoch unbedingt Gewissheit erlangen und in naher Zukunft den Kauf besiegeln möchte, der sollte sich in jedem Fall gut überlegen, ob die Entscheidung tatsächlich so getroffen werden sollte. Zwar können wir nicht einen perfekten Zeitpunkt für den Kauf bestimmen, dennoch sind sich in der aktuellen Lage viele Experten einig, dass mit dem Erwerb zunächst gewartet werden sollte. Laut ihnen könnte es bereits in wenigen Jahren zu einem erneuten Preisfall kommen.



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