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Hausbau – Was sind die wichtigsten Planungsschritte?

Hausbau – Was sind die wichtigsten Planungsschritte?


Viele Menschen träumen davon, ihr eigenes Traumhaus ganz ihren individuellen Wünschen gemäß zu gestalten. Damit dies funktioniert, sind jedoch verschiedene Planungsschritte erforderlich. Unter anderem ist es nötig, verschiedene Dinge mit der Baubehörde zu klären und eine passende Bauart auszuwählen. Ebenso relevant ist es, die Finanzierung des Bauprojekts auf sichere Beine zu stellen. Erst danach können geeignete Gewerke ausgewählt werden. Die Baustelle sollte immer an die unterschiedlichen Bauphasen angepasst werden. Zudem ist es unerlässlich, notwendige Versicherungen für den Hausbau abzuschließen. Dieser Artikel erläutert, worauf bei der Planung eines Hausbaus im Einzelnen zu achten ist.

Wichtige Punkte mit der Baubehörde abklären

In Deutschland kann nicht einfach irgendwo mit einem Hausbau begonnen werden. Stattdessen ist es erforderlich, die zuständige Baubehörde über das Bauprojekt zu informieren und notwendige Genehmigungen einzuholen. Noch bevor ein entsprechender Bauplan erstellt wird, sollte ein Bebauungsplan mit der Baubehörde besprochen werden. So ist sichergestellt, dass die Bauherren sämtliche notwendigen Aspekte in den Bebauungsplan aufnehmen. Hierdurch lassen sich Verzögerungen vermeiden.

Es ist hilfreich, bei der Erstellung eines Entwurfsplans mit einem Architekten zusammenzuarbeiten. Dieser weiß genau, worauf es bei der Ausgestaltung von Einreichplänen für die Baubehörde ankommt und kann die notwendigen Dokumente erstellen. Diese sollten dann noch mit einem Statiker und der Haustechnik abgeklärt werden, bevor sie an die Baubehörde weitergereicht werden. Durch die Übersendung der Einreichpläne beginnt das Baugenehmigungsverfahren. Sobald die Baugenehmigung erteilt wurde, kann mit allen weiteren Schritten begonnen werden.


Eine Bauart auswählen

Eine Bauart auswählen

Bevor ein Hausbau begonnen werden kann, muss zunächst eine passende Bauart gewählt werden. Nach wie vor entscheiden sich viele Bauherren dafür, ihr Traumhaus von Grund auf eigenständig als Massivhaus zu bauen. Hierdurch gewinnen sie eine größtmögliche Flexibilität und können bei der Gestaltung der Baupläne individuelle Wünsche einfließen lassen. In den letzten Jahren haben aber Fertighäuser zunehmend an Popularität gewonnen. Hierbei handelt es sich nicht zwingend um ein schlüsselfertiges Haus, das sofort bezugsfertig ist, sondern um eine bestimmte Bauart. Die verschiedenen Komponenten eines Hauses werden dann nicht unmittelbar vor Ort hergestellt, sondern vorgefertigt und zur Baustelle geliefert.

Durch ein hochwertiges Fertighaus profitieren Bauherren von einer hohen Energieeffizienz, da solche Gebäude einen geringen Energiebedarf haben. Zudem sind die Stellzeiten auf der Baustelle angenehm kurz. Der Innenausbau gelingt schnell und effizient und es ist ohne Weiteres möglich, den Rohbau im Winter zu stellen. Hinzu kommt, dass es viele Musterparks gibt, in denen unterschiedliche Fertighäuser begutachtet werden können. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass das spätere Gebäude bestmöglich zu den persönlichen Vorlieben passt. Bei Massivhäusern besteht diese Möglichkeit in der Regel nicht.

Die Finanzierung auf sichere Beine stellen

Ein Hausbau ist eine kostspielige Angelegenheit. In der Regel lässt sich ein solches Projekt nicht mit Eigenkapital finanzieren, sondern Kredite werden gebraucht. Deswegen ist es vor Baubeginn zwingend erforderlich, für eine sichere und verlässliche Finanzierung zu sorgen. Um dies zu schaffen, müssen verschiedene Banken und Kreditinstitute miteinander verglichen und der passende Anbieter ausgewählt werden.

Bei einem Kreditgespräch kommt es auf vielfältige Faktoren an. Auf der einen Seite sollten die Bauherren eine gute Bonität und eine einwandfreie Schufa mitbringen. Des Weiteren ist es hilfreich, wenn Eigenkapital zur Verfügung steht. Hierdurch sehen die Kreditgeber, dass es den Bauherren mit dem Projekt wirklich ernst ist und dass sie auch eigenes Geld investieren möchten. Außerdem macht es einen guten Eindruck, wenn die Baupläne ausgearbeitet sind uns zum Kreditgespräch mitgebracht werden. Hieran kann ein Bauherr die Professionalität des eigenen Konzepts nachweisen und zeigen, dass der Hausbau schnell und effizient gelingen wird. All dies erhöht die Chancen, einen geeigneten Baukredit zu bekommen.

Passende Gewerke auswählen

Wenn die Finanzierung steht, müssen geeignete Gewerke ausgewählt werden. Diese kümmern sich beispielsweise um den Rohbau, bauen das Dach, installieren eine Heizung und managen sämtliche Sanitäraufgaben. Es ist möglich, die einzelnen Aufgaben komplett in die Hände einer Baufirma zu geben, häufig ist es aber günstiger, verschiedene Einzelgewerke auszuwählen.

Bei der Suche nach Gewerken sollten sich Bauherren unbedingt Zeit nehmen. Es lohnt sich meist, verschiedene Kostenvoranschläge einzuholen und miteinander zu vergleichen. Ein günstiger Preis sollte allerdings nur eines von mehreren Auswahlkriterien sein. Ebenso wichtig ist es, dass die einzelnen Gewerke professionell und seriös arbeiten und eine größtmögliche Erfahrung mitbringen. Nur durch einen umfassenden Anbietervergleich ist es möglich, den individuell besten Dienstleister zu ermitteln.

Die Baustelleneinrichtung auf die Bauphasen anpassen

Ein weiterer wichtiger Planungsschritt, der genau durchgeführt werden sollte, ist die Baustelleneinrichtung. Diese hat der Gesetzgeber stark reglementiert, damit für einen größtmöglichen Schutz aller am Hausbau Beteiligen gesorgt ist. Bauherren müssen darauf achten, sämtliche Vorgaben einzuhalten, damit der Hausbau reibungslos abläuft. Unter anderem ist es notwendig, sämtliche Vorgaben des Arbeitsschutzgesetzes einzuhalten. Hierzu gehört beispielsweise, geeignete Schutzausrüstung bereitzustellen und Sicherheitsaspekte bei der Einrichtung der Arbeitsstätte zu beachten.

Des Weiteren muss bei der Einrichtung der Baustelle die Verkehrssicherungspflicht berücksichtigt werden. Diese wird in Teilen an die bauausführenden Betriebe abgegeben, es besteht aber immer eine Aufsichtspflicht seitens der Bauherren. Diese müssen somit sicherstellen, dass sämtliche Sicherungsmaßnahmen auf der Baustelle eingehalten werden. Des Weiteren ist es notwendig, die Arbeitsstättenverordnung zu befolgen. Hierzu gehört unter anderem, dass Flucht- und Rettungswege zur Verfügung stehen und Erste-Hilfe-Material vorhanden sein muss. Für die Einrichtung der Baustelle sind verschiedene Hilfsmittel wie ein Bauzaun, eine Beleuchtung, ein Leitungsschutz und viel mehr erforderlich. Es ist ratsam, die verschiedenen Maßnahmen auf die einzelnen Bauphasen anzupassen. So ist sichergestellt, dass bei jedem Schritt des Hausbaus sämtliche Regelungen eingehalten werden und für ein Höchstmaß an Sicherheit gesorgt ist.

Notwendige Versicherungen abschließen

Während eines Hausbaus können viele unvorhergesehene Dinge passieren. Deswegen ist es für Bauherren ratsam, sich im Vorfeld abzusichern und um hochwertige und professionelle Versicherungen zu kümmern. Besonders empfehlenswert ist eine Bauherrenhaftpflichtversicherung. Diese greift beispielsweise dann, wenn finanzielle Probleme auftreten oder es zu einem Unfall auf der Baustelle kommt. Eine solche Bauherrenhaftpflichtversicherung spart Betroffenen im Schadensfall eine Menge Geld.

Abhängig davon, wie groß das jeweilige Bauprojekt angelegt ist und welche Risiken eventuell auftreten könnten, bieten sich zusätzliche Versicherungen an. Eine Feuerrohbauversicherung ist beispielsweise ein effizienter Schutz gegen Brand und Blitzeinschlag. Wer sich zusätzlich vor Unwetter oder Vandalismus absichern möchte, sollte eine Bauleistungsversicherung abschließen. Diese greift zusätzlich dann, wenn Materialfehler auftreten. Eine Bauhelfer-Unfallversicherung ist zudem bei privaten Helfern praktisch. Nicht zuletzt müssen Bauherren beachten, dass sie den Baubeginn bei der regionalen Bau-Berufsgenossenschaft melden müssen.

Fazit

Ein Hausbau gelingt umso effizienter, je besser die Planung im Vorfeld durchgeführt wurde. Deswegen sollten sich Bauherren genug Zeit nehmen, um von der Kommunikation mit der Baubehörde bis zum eigentlichen Baubeginn sämtliche Planungsschritte sorgfältig durchzuführen. Es ist hilfreich, sich hierfür eine professionelle Unterstützung an die Seite zu holen, die viel Expertise mitbringt und bei Bauprojekten erfahren ist.



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