Immobilienmarkt 2020

Wohin entwickelt sich der Markt nach Corona? Wir fragen den Experten Birger Dehne
Immobilienmarkt 2020 – Wohin entwickelt sich der Markt nach Corona? Wir fragen den Experten Birger Dehne


Der Immobilienmarkt 2020 stellt Investoren, Eigentümer und Käufer vor neue Herausforderungen. Fokus der Aufmerksamkeit ist wie auch sonst in der Wirtschaft die Corona Krise. Wer eine demnächst platzende Immobilienblase fürchtet, darf beruhigt sein – das Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln) sieht keine Anzeichen dafür, tatsächlich rechnet man eher mit einem weiteren Anstieg der Preise. Und dennoch ist etwas in Bewegung gekommen, denn die institutionellen Investoren wenden sich mehr und mehr von den bisher typischen Investitions-Objekten ab. Was steckt dahinter und wie wird sich der Markt generell weiterentwickeln?

In unserem Beitrag geben wir einen Überblick über die Lage. Unterstützt werden wir dabei von Birger Dehne, einem der größten Wohnungseigentümer Deutschlands.

Welche Auswirkungen hat die Corona Krise wirklich auf den Immobilienmarkt?

Infografik: Luxusimmobilien werden in Berlin 2020 etwas teurer | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Institutionelle Investoren orientieren sich um. Aber die Trendwende der institutionellen Investoren ist laut Birger Dehne nur scheinbar eine direkte Folge der Krise. Während bisher vor allem Luxusimmobilien, Büro- und Einzelhandelsimmobilien in Top Lagen beliebt waren, schwenken die Investoren mehr und mehr auf Mehrfamilienhäuser in Randlagen um. Diese Assetklasse hat sich über die Jahre hinweg als sicher und gewinnbringend erwiesen, schließlich sind die Preise stetig gestiegen und die Nachfrage bleibt hoch. Eine wirkliche Neuentdeckung sieht Immobilienexperte Birger Dehne hier nicht. Vielmehr hat bei institutionellen Investoren und Fonds durch die Krise ein notwendiges und viel zu lange versäumtes Umdenken stattgefunden.

Schon vor der Corona Krise war absehbar, dass Immobilien in City-Lagen an Attraktivität verlieren würden. Dezentralisiertes und digitales Arbeiten, die Verlagerung sozialer Kontakte ins Web und die starke Entwicklung des Online-Shopping Angebots – an den Belegungsraten der großen Innenstadt-Parkhäuser war dies schon lange abzulesen, so Dehne. Er selbst hat schon kurz nach der Jahrtausendwende damit begonnen, seinen Bestand in dieser Assetklasse kontinuierlich aufzubauen. Heute ist er einer der größten Wohnungsbesitzer Deutschlands, und wundert sich darüber, dass erst eine Krise kommen musste, bevor institutionelle Investoren die Zeichen der Zeit erkannten.

Die Verlagerung des Wohnortes aus den Städten in die Randlagen und aufs Land



Die schon lange vor der Corona Krise schwindende Relevanz von Luxus-, Büro- und Einzelhandels-Immobilien in Top Lagen fällt mit neuen Lebensentwürfen auf Seiten der Käufer und Mieter zusammen.

„Wer will schon teuer in einem engen City-Apartment wohnen, wenn man dank neuer Technologien und moderner Arbeitsweisen auch im Grünen wohnen kann?“, fasst Birger Dehne zusammen. Top Lagen werden für Menschen immer weniger wichtig, dafür gewinnen Vororte und Co. zunehmend an Attraktivität. Durch die neuen Alltagsverhältnisse der Corona Krise zeigt sich für Viele dabei noch deutlicher, wie gut sie auf die hohen Preise und den Platzmangel der Städte verzichten können – der Trend einer reziproken rural-urbanen Migration, wie Birger Dehne es bezeichnet, ist schon lange zu beobachten und wird sich fortsetzen.

Natürlich sind nicht alle Veränderungen auf dem Immobilienmarkt völlig unabhängig von der Corona Krise zu betrachten. Die wirtschaftliche Unsicherheit der Käufer und Mieter schlägt sich in der Branche merklich nieder. Ein Haus oder eine Wohnung kaufen, einen Umzug planen – das sind Überlegungen, die viele Menschen jetzt erst einmal zurückstellen. Das lässt die Preise stagnieren und in Teilen auch sinken. Dies wird aber wohl nur vorübergehend der Fall sein, denn da durch die Krise der Haus- und Wohnungsbau zum Erliegen gekommen sind, wird der ohnehin schon bestehende Nachfrageüberhang sich vergrößern.

Wie geht es nach Corona weiter?

Wie genau sich der Markt nach der Krise entwickeln wird, ist schwer abzusehen. Birger Dehne weiß: Um klug zu agieren und Trends frühzeitig zu erkennen, muss man die Märkte in den Märkten betrachten – also die Micro- und Macromärkte, die sich gegenseitig beeinflussen. Während die Preise in manchen Segmenten weiter steigen werden, kann es in anderen zu starken Schwankungen kommen, die Anleger und Investoren geschickt für sich nutzen können.



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