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Einbruchsschutz 2019

so geht Sicherheit heute
Einbruchsschutz 2019 – so geht Sicherheit heute


2019 sind die Zahlen der Einbrüche stark gesunken. Zum ersten Mal seit 1997 sind von der Polizei weniger als 100.000 Wohnungseinbrüche registriert worden. Auch wenn die Sicherheit scheinbar gestiegen ist, ist es immer noch wichtig, das eigene Zuhause einbruchssicher zu machen. Dafür gibt es viele verschiedene Maßnahmen und Mittel. Dabei haben sich einige als besonders hilfreich und effektiv erwiesen. Aber welche Maßnahmen lohnen sich wirklich und können das Zuhause vor Einbrechern, besonders gut schützen?

Fenster und Türen sichern

Türen und Fenster können von Einbrechern aufgebrochen oder geknackt werden, um sich einen leichten Zugang zu Wohnungen zu verschaffen. Besonders an Orten und in Wohngebieten, in denen ein hohes Einbruchsrisiko besteht, ist es wichtig, Türen mit einer hohen Sicherheitsklasse einbauen zu lassen.

Wer im Erdgeschoss wohnt, kann ebenfalls Fenster mit einer höheren Sicherheitsklasse einbauen lassen. Entsprechende Anbieter mit Sicherheitsfenstern haben eine große Auswahl. Hier können Interessenten sogar die Fenster Preise online berechnen.  

Durch Sicherheitstüren und entsprechende Fenster sollen Einbrecher deutlich mehr Zeit brauchen, um die Schlösser zu öffnen. Der deutsche Durchschnittseinbrecher gibt dadurch nach einigen Minuten den Versuch auf. Früher war von Widerstandsklassen, kurz WK, gesprochen. Seit der Einführung der europäischen Norm RC, wird von Resistance Class gesprochen. Je höher die Sicherheitsklasse, desto schwieriger ist es, das Schloss aufzubrechen. Die Klassen werden in diesen Stufen unterteilt:

  1. RC1N

Die niedrigste Widerstandsklasse. Türen und Fenster mit dieser Klasse bieten nur einen Grundschutz und lassen sich mit einem kleinen Kraftaufwand mit einem Werkzeug gewaltsam aufhebeln.

  1. RC2N

Sie wird als die „Einstiegsklasse“ bezeichnet. Sie hält einer mechanischen Beanspruchung mit einfachen Werkzeugen, wie Schraubenziehern stand. Dadurch können Schlösser von Fenstern und Türen nicht ganz so einfach aufgehebelt werden.

  1. RC2

Türen und Fenster, die diese Sicherheitsklasse aufweisen, werden von der Polizei grundsätzlich empfohlen. Sie halten einem Einbruchsversuch mindestens drei Minuten stand. In dieser Zeit bricht der durchschnittliche Einbrecher seinen Versuch bereits ab. Der mechanische Schutz ist durch eine Pilzkopfverriegelung gegeben. Bei dem verwendeten Glas handelt es sich um einbruchssicheres Sicherheitsglas.

  1. RC3

Die Sicherheitsklasse RC3 wird von der Polizei in besonders gefährdeten Gebieten empfohlen. Bei dieser benötigen Einbrecher in der Regel mehr als fünf Minuten, um das Schloss aufzubrechen. Bei der Prüfung wird versucht, die jeweiligen Schlösser mit Brecheisen zu öffnen. Laut Polizeiangaben geben die meisten Einbrecher in dieser Zeit ihre Versuche auf. Auch in dieser Klasse wird mit Sicherheitsglas gearbeitet.

  1. RC4 – RC6

Die höchsten Sicherheitsklassen werden vor allem zum Schutz von Firmengebäuden verwendet. Für den privaten Bereich ist die Herstellung der Fenster und Türen meist zu teuer und aufwendig. Die Türen bestehen hauptsächlich aus Metall und benötigen besonders hergestellte Türrahmen. Bei dem Glas handelt es sich um Hochsicherheitsglas. Dieses muss 30 bis 50 Schlägen mit einer Axt standhalten.

Bewegungsmelder und Smart Home: Eine starke Kombination

Smart Home Systeme können die Sicherheit in den eigenen vier Wänden steigern. Wird die Smart Home Technologie mit Bewegungsmeldern verbunden, vermittelt dies ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit. Die Technologien harmonieren sehr gut miteinander. Wird der Bewegungsmelder aktiviert, erhält man auf dem Gerät, das mit der Smart Home Technologie gekoppelt ist, ein Signal. So lassen sich verschiedene Einstellungen auswählen. Dadurch lässt sich zum Beispiel ein Notruf vom Handy entsenden, wenn versucht wird, in das Haus einzudringen.

Beinhaltet das Smart Home System eine Überwachungskamera, kann die Überwachung noch effektiver werden. Wird der Bewegungsmelder ausgelöst, erhält man eine Nachricht auf das Smartphone. Dadurch lassen sich die Bilder der Kameras Live auf dem Handy einsehen. So kann eine Gefahr durch Einbrecher erkannt und direkt Hilfe bei der Polizei angefordert werden.

Smart Home ist auch im Urlaub spannend

Die Smart Home Technologie ist nicht nur praktisch, wenn der Alltag erleichtert werden soll. Die Sicherheit vor Einbrüchen kann durch verschiedene Einstellungen auch dann erhöht werden, wenn man gar nicht Zuhause ist. Viele private Haushalte werden Opfer von Wohnungseinbrüchen, wenn die Einwohner im Urlaub sind. Dank der verschiedenen Funktionen kann simuliert werden, dass sich jemand im Haus befindet:

  • Lichtschaltung: So lässt sich festlegen, dass am Abend das Licht automatisch ein- und wieder abgeschaltet wird. Außerdem kann der Fernseher eingeschaltet werden, um die Illusion einer Anwesenheit perfekt zu machen.
  • Jalousiensteuerung: Ebenfalls lässt sich eine Jalousiensteuerung einstellen. Zu bestimmten Uhrzeiten werden die Jalousien heruntergelassen. Am Morgen des nächsten Tages werden sie von der Smart Home Technologie wieder geöffnet.
  • Blumenbewässerung: Smarte Blumenbewässerung für Pflanzen auf dem Fensterbrett sorgen nicht nur dafür, dass die Pflanzen nicht austrocknen. Sie verstärken außerdem den Eindruck, dass jemand Zuhause ist und sich um die Pflanzen kümmert.

Da auch Einbrecher diese Funktionen kennen, erkennen sie auch anhand des Outdoor-Bereichs vor dem Haus, ob jemand Zuhause ist. Intelligente Rasenmäher können dies jedoch geschickt unterbinden. Die smarten Rasenmäher sorgen dafür, dass der Garten genau gepflegt ist, wie wenn die Bewohner sich nicht im Urlaub befinden.

Durch diese Funktionen erhalten mögliche Einbrecher, die das Haus neugierig beobachten, den Eindruck, dass sich jemand in den Abendstunden Zuhause aufhält. Das hat zur Folge, dass viele Einbruchsversuche gar nicht erst ausgeführt werden.

Einbruchsschutz 2019

Fazit

Zwar wurden im letzten Jahr weniger Wohnungseinbrüche gemeldet - die Sicherheit des eigenen Zuhauses sollte dennoch gesteigert werden. Dafür gibt es viele effektive Möglichkeiten. Besonders effektiv ist dabei der Einbau von Türen und Fenstern mit höheren Sicherheitsklassen. Dadurch wird es sehr erschwert, in die Wohnungen und Häuser einzudringen.

Ist das Zuhause mit Smart Home Systemen ausgestattet, wird die Sicherheit vor allem erhöht, wenn die Bewohner gerade nicht da sind. In Verbindung mit Bewegungsmeldern erhält man Nachrichten, wenn jemand in das Zuhause einbricht. Dadurch können Überwachungskameras kontrolliert und Notrufe getätigt werden. Außerdem gibt es einige Funktionen, die simulieren, dass jemand Zuhause ist. Dafür reichen in der Regel schon Smart-TVs, intelligente Jalousien, Rasenmäher und Beleuchtungssysteme.



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