Nachbarschaftsstreit

Nachbarschaftsstreit


Vor allem in Mehrfamilienhäusern kommt es immer mal wieder vor, dass sich zwei Parteien innerhalb dieses Hauses streiten. Meistens ist Lärm die Ursache. Wie man mit Nachbarschaftsstreit umgeht und was man in so einem Fall tun kann, lest ihr hier.

Gründe für Nachbarschaftsstreit

Theoretisch kann man sich mit seinem Nachbarn über jede erdenkliche Kleinigkeit streiten. Die folgenden Gründe sind aber die häufigsten:

Lärm:
Jeder kennt es, jeder hasst es: Heimwerkergeräusche. Vor allem an einem Sonntagmorgen oder mitten in der Nacht. Mindestens in der Nachtruhe von 22 bis 6 Uhr gilt es, besonders Rücksicht auf seine Nachbarn zu nehmen. Die Ausnahme: Kinder, die nachts weinen oder schreien.

Grillgerüche:
Im Sommer ist das Grillen natürlich sehr beliebt, es geht doch nichts über ein schönes Steak mit einem kalten Bier. Der Geruch ist allerdings nicht unbedingt jedermanns Sache, evtl. fühlen sich manche dadurch sogar gestört. Wie und wann gegrillt werden darf, wird je nach Wohngegend und Vermieter unterschiedlich geregelt. Trotzdem kann es nicht schaden, wenn man vorher noch mal fragt.

Äste und Sträucher:
Der Kirschbaum steht beim Nachbarn, viele Äste hängen aber auf dem eigenen Grundstück. Darf man diese abschneiden? Nein, es darf erst gehandelt werden, wenn eine Beeinträchtigung vorliegt, man seinen Nachbarn drauf hingewiesen hat und nach einer Frist immer noch nichts passiert ist.

Übrigens: Auch die Früchte dürfen nicht gepflückt werden. Erst Früchte, die ohne Fremdeinwirkung auf den Boden des Grundstücks gefallen sind, dürfen auch gegessen werden.

Im Weg stehende Autos oder Mülltonnen:
Die Mülltonne vor der Einfahrt ist zwar nervig, aber innerhalb eines kurzen Zeitraums zu beheben. Anders sieht es aus, wenn ein Auto vor der Einfahrt steht. Rechtlich gesehen hat man dann mehr oder weniger Pech. Lediglich, wenn der Falschparker vorsätzlich handelt und man sich dadurch stark behindert fühlt, bekommt man auch rechtliche Unterstützung.

Haustiere:
Des einen Freud ist des anderen Leid. So ist es auch mit Haustieren. Für viele gibt es nicht besseres als den eigenen Hund, für andere dagegen sind Hunde nur krach machende, nervige Vierbeiner. Bei Lärm von Tieren (wie beispielsweise lautem Gebell) ist die Verhältnismäßigkeit entscheidend. Wenn der Hund in der Nacht durchgängig bellt und man dadurch nicht zum Schlafen kommt, ist eine unzumutbare Grenze überschritten.

Kuriose Fälle

Manchmal reichen schon Kleinigkeiten aus, um einen Streit zu entfachen. Hier mal zwei kuriose Fälle:

Teure Fehlschüsse:
In Sachsen-Anhalt verklagte ein Nachbar den anliegenden Fußballverein, weil ihn die zahlreichen Fehlschüsse und damit Fußbälle auf seinem Grundstück störten. Die Richter des Oberlandesgerichts Naumburg gaben dem Kläger recht. Maximal ein Fußball pro Woche darf auf dem Grundstück landen, ansonsten droht eine Geldstrafe von 250.000 Euro.

Störende Toilettengeräusche:
Bei einem Fall vor dem Amtsgericht Wuppertal ging es darum, dass sich mehrere Mieter an den lauten Pinkelgeräuschen ihres Nachbarn störten und ihn baten, seine Uriniertechnik zu verändern. Dieser weigerte sich allerdings und bekam auch Recht von den Richtern, die den Klägern empfahlen, etwas mehr Gelassenheit in diesem Fall walten zu lassen.

Wie man am besten mit Reiberein umgeht

Der erste Schritt bei jeglichen Problemen mit dem Nachbarn sollte immer das persönliche Gespräch sein. Oft reicht es schon aus, wenn das Anliegen ruhig, sachlich und konstruktiv vorgetragen wird. Eventuell hat der Nachbar ja selbst gar nicht gemerkt, dass er beispielsweise zu laut war. Sollten die Differenzen mit den Nachbarn unüberwindbar sein, hilft es nur, das Haus oder die Wohnung zu verkaufen oder sich etwas Neues zu mieten.

Darüber hinaus ist es immer ratsam, eventuell störende Vorhaben wie Geburtstagsfeiern vorher anzukündigen.

Grundsätzlich gilt also: wer höflich und vertrauensvoll mit seinen Nachbarn umgeht, kann Streitigkeiten in der Mietwohnung vermeiden.



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