Schlafzimmer-Renovierung

6 Tipps für ruhigere Nächte
Schlafzimmer-Renovierung: 6 Tipps für ruhigere Nächte


Kurios: In vielen Häusern und Wohnungen verkommt vor allen Dingen das Schlafzimmer zur Nebensache. Der Trugschluss, dass die Einrichtung und Gestaltung dieses Raumes nicht wichtig sind, ist grundlegend falsch. Denn auch wenn der Mensch hier vor allen Dingen mit geschlossenen Augen ruht, wirkt der Raum an sich mit seinen Möbeln und Materialien auf ihn ein. Wer schlecht schläft, sollte daher auch eine Renovierung ins Auge fassen. Die sechs folgenden Tipps können dabei helfen.

1. Beruhigende Farben wählen

Ist das gesamte Schlafzimmer in grellem Rot oder Neongrün gehalten, wird an erholsamen Schlaf kaum zu denken sein. Die Psychologie der Farben nämlich ist kein „Hokuspokus“, sondern wird in vielen Lebensbereichen erfolgreich genutzt. Abgesehen von der Farbe der eigenen Bekleidung spielen auch Wohnraumtöne eine besondere Rolle. Sie können im Schlafzimmer dafür sorgen, dass sich sein Besitzer leichter entspannt und schneller in den Schlaf findet.

Wie entspannung-und-beruhigung.de anmerkt, sind die Farben Blau und Violett förderlich für guten Schlaf. Bei der Renovierung dürfen sie also gerne genutzt werden. Ob dunkle oder helle Nuancen besser zu den eigenen Vorstellungen passen, ist ganz egal. Hier darf gestrichen werden, was am besten gefällt. Dennoch sollte der gesamte Raum nicht in einer Farbe gehalten sein. Besser ist es, wenn eine Wand als Blickfang bunt gestrichen wird, während die restlichen Wandflächen eher dezent erscheinen. In Kombination mit Blau oder Violett erweisen sich Nuancen wie Creme, Anthrazit, Beige oder auch Warmweiß als sinnvoll und schön.

2. Wärmenden Bodenbelag verlegen

Es gibt nichts schöneres, als am Morgen aufzustehen und die Füße auf einen warmen Boden zu stellen. Aus diesem Grund sind Laminat oder auch Fliesenboden für das Schlafzimmer nicht zwingend die erste Wahl. Richtig gemütlich wird es mit Teppichboden. Und wer befürchtet, dass sich hierdurch die Konzentration an Feinstaub oder Allergenen in der Luft erhöht, kann beruhigt sein. So berichtet die Deutsche Haut- und Allergiehilfe: „Eine Studie des Deutschen Allergie- und Asthmabundes und der Gesellschaft für Umwelt und Innenraumanalytik kommt zu dem Ergebnis, dass bei glatten Bodenbelägen aus Holz oder Laminat die Feinstaubbelastung in der Luft höher ist, als in Räumen mit Teppich, da mehr Staub aufgewirbelt wird.“ (Quelle: http://www.dha-allergien.de/hilfsmittel.html)

Soll dennoch ein glatter und pflegeleichterer Bodenbelag verlegt werden, sorgen zusätzliche Läufer rechts und links des Bettes für Gemütlichkeit. Sie sollten am besten mit speziellem Anti-Rutsch-Band ausgestattet werden, damit sich ihre Position nicht ständig verändert.

Teppich also ist nicht verantwortlich für ungesündere Luft. Das gilt aber nur, wenn hochwertige Modelle gekauft werden, bei denen auch die Materialzusammensetzung und die Behandlung nach der Produktion möglichst umweltfreundlich und natürlich ausfallen. Gifte in der Raumluft lassen sich so leicht vermeiden.

3. Licht aussperren

Licht aussperren
Lichtquellen dürfen im Schlafzimmer selbstverständlich nicht fehlen. Eine Deckenlampe und Nachttischlampen statten Schlafzimmerbesitzer am besten mit warmweißen Leuchtmitteln aus, da diese eine gemütlichere Atmosphäre schaffen.

Andere Lichtquellen aber – das sind zum Beispiel der Mond, Straßenlaternen oder Scheinwerfer vorüberfahrender Autos – stören den Schlaf unter Umständen. Daher ist eine Abschirmung der Fenster wichtig. Zum Einsatz kommen können hier sowohl Rollläden als auch lichtundurchlässige Rollos und Vorhänge. Was am besten zum eigenen Schlafraum passt, entscheidet auch hier wieder der persönliche Geschmack.

4. Ein komfortables Bett aufstellen

Ein komfortables Bett aufstellen
Das Bett ist Dreh- und Angelpunkt im Schlafzimmer. Laut einer Studie schläft der Durchschnittsdeutsche immerhin 492 Minuten pro Tag. Auf ein Jahr gerechnet sind das umgerechnet 2998 Stunden. Und wer rund 124,7 Tage im Jahr schlafend verbringt, sollte auch an der passenden Unterlage nicht sparen.

Gute Betten bestehen nicht nur aus einer hochwertigen Matratze, sondern fördern das Schlafklima und sind groß genug für alle, die in ihnen schlafen. Besonders beliebt sind derzeit Boxspringbetten, da sie in Sachen Ergonomie und Schlafklima punkten können. Für zwei Personen bieten sich Boxspringbetten mit einer Größe von 180x200cm an. Natürlich darf der Schlafplatz auch größer ausfallen. Zu schmale Betten aber sorgen dafür, dass sich die Schlafenden während der Nacht gegenseitig stören. Und ist das der Fall, lassen sich Augenringe und erhöhter Kaffeekonsum in der Zukunft kaum vermeiden.

5. Für Ordnung sorgen

Unordnung ist der größte Feind erholsamer Nächte. Auch wenn das Licht in der Nacht ausgeschaltet ist, herrscht in einem unaufgeräumten Schlafzimmer Unruhe. Schon bei der Renovierung und Einrichtung sollten Schlafzimmerbesitzer daher darauf achten, es möglichst minimalistisch und strukturiert angehen zu lassen. Zu viel Deko auf dem Sideboard, ein Schminktisch voller bunter Utensilien oder auch offene Schränke, aus denen Kleidung und Bettwäsche herausragt, gehören am besten der Vergangenheit an.

Empfehlenswert für das Schlafzimmer ist die Anschaffung von Möbelstücken, die sich so verschließen lassen, dass ihr Innenleben gut verborgen bleibt. Schubladenschränke sowie Kleiderschränke mit Schiebetüren schaffen das. Und gibt es dennoch offene Regalbretter, helfen schöne Boxen und Kisten dabei, etwas Struktur in den Raum zu bringen.

6. Elektronik aussperren

Elektronik aussperren
Auch wenn sich die Wissenschaft im Hinblick auf die schädlichen Auswirkungen von Elektrosmog laut NDR uneins ist, sind manche Menschen fest davon überzeugt, sensibel auf die Anwesenheit elektromagnetischer Strahlung zu reagieren. Von Kopfschmerzen oder auch Schlafstörungen ist dann die Rede. Auch wenn die persönlichen Befürchtungen diesbezüglich eher gering ausfallen, kann das Verbannen von Elektronik aus dem Schlafzimmer dennoch sinnvoll sein.

Das liegt nicht nur an der elektrischen Strahlung, sondern auch an den ganz gewöhnlichen Nebeneffekten elektronischer Geräte. Sie verfügen meist über kleine Leuchten, die im Stand-By Modus die gesamte Nacht hindurch blinken. Im Schlafzimmer wird es deswegen niemals richtig dunkel und auch Rollladen und Co. helfen nicht. Wer nicht auf den Fernseher im Schlafraum verzichten will, stellt ihn am besten in einen Schrank und schließt am Abend die Türen.

Das Smartphone als ständiger Begleiter hat ebenfalls nichts im Schlafzimmer verloren. Nicht nur lenkt es uns ständig ab, sondern kann aufgrund seines hellen Displays dafür sorgen, dass der Körper keine ausreichende Menge des Schlafhormons Melatonin bildet. Abends noch mit dem Smartphone zu spielen, verkürzt den Schlaf also möglicherweise beträchtlich. Daher bleibt das Telefon am besten in einem anderen Raum und kann am nächsten Morgen wieder genutzt werden.



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