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Altersgerechtes Wohnen

Möglichst früh auf Barrierefreiheit setzen
Altersgerechtes Wohnen: Möglichst früh auf Barrierefreiheit setzen


Wie wollen wir im Alter leben? Möglichst selbstbestimmt und in der gewohnten Umgebung – diesen Wunsch hat wohl jeder, wenn er an die Jahre jenseits der 70 oder 80 denkt. Wer so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen möchte, sollte möglichst schon beim Hausbau altersgerechte Bedingungen schaffen. Das erspart später hohe Umbaukosten.

Umfrage von Swiss Life Select: Deutsche für Pflegefall nicht gerüstet

Hinzu kommt: Wer im Alter noch im eigenen Zuhause lebt und dort möglicherweise gepflegt wird, spart die Ausgaben für einen teuren Pflegeplatz. Denn den werden sich viele Deutsche mit den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung kaum leisten können. Davon ist jedenfalls eine Mehrheit überzeugt, wie eine Umfrage des Finanzdienstleisters Swiss Life Select zeigt. 56 Prozent glauben demnach, für den Pflegefall nicht ausreichend versichert zu sein.

Umso wichtiger ist es (neben dem Abschluss einer privaten Pflegeversicherung), rechtzeitig die Voraussetzungen für altersgerechtes Wohnen zu schaffen – entweder durch einen Umbau oder besser noch durch entsprechende Maßnahmen gleich beim Neubau. So legen Häuslebauer schon in jüngeren Jahren die Basis für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Bauliche und technische Möglichkeiten dazu gibt es reichlich. Einiges wird sogar finanziell vom Staat gefördert, wie die Experten von Swiss Life Select erklären – etwa durch die öffentlich-rechtliche KfW-Bank.

Fokus auf Barrierefreiheit legen

 

Fokus auf Barrierefreiheit legen

 

Der wichtigste Punkt beim altersgerechten Bauen und Wohnen ist die Barrierefreiheit. In einer umfangreichen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) zum Wohnungsmarkt der Zukunft bezeichneten mehr als 90 Prozent Barrierefreiheit als „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Vielleicht erklärt sich daraus auch der Boom, den Bungalows in den vergangenen Jahren erlebt haben. Mühsames Treppensteigen entfällt hier grundsätzlich.

In Häusern mit mehreren Etagen sollten Bauherren darauf achten, dass ein barrierefreier Zugang zum Haus überall möglich ist (eventuell auch mittels einer Rampe) und dass im Inneren keine Türschwellen den Zutritt zu Räumen erschweren. Beim Bau von Treppen ist zu bedenken, dass gerade angelegte Treppen leichter zu besteigen sind als Wendeltreppen, vor allem, wenn diese sehr eng sind. Auch lässt sich an geraden Treppen später leichter ein Lift installieren.

Mehr Komfort dank Smart-Home-Technik

Um das Treppensteigen weitgehend zu vermeiden, sollte das Haus so geplant werden, dass das Alltagsleben im Erdgeschoss stattfinden kann. Dazu gehören ein Schlafzimmer und ein Badezimmer. Zumindest die notwendigen Wasseranschlüsse können ohne weiteres bereits beim Neubau gelegt werden.

Apropos Badezimmer: Wer hier für rutschfeste Flächen sorgt, schafft für alle Bewohner ein Plus an Sicherheit. Im Alter wird das noch wichtiger. Dann sollten zudem Haltegriffe angebracht werden und eine ebenerdige Dusche vorhanden sein. Achten Sie auch darauf, dass sämtliche Türen eine Mindestbreite von 80 Zentimetern haben, sodass Rollstuhlfahrer gut hindurch kommen. Nicht zuletzt sollten Sie die Möglichkeiten nutzen, die moderne Smart-Home-Technologien bieten. Von der automatischen Jalousiesteuerung bis zu intelligenten Licht- und Sicherheitskonzepten gibt es hier jede Menge Anwendungen, die das selbstbestimmte Leben im Alter erleichtern.



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