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Neues Bodengesetz: Lassen sich Bausünden auf Mallorca jetzt legalisieren? - Finca tenerifa haus pool palmenwedel .

Das Problem trägt einen weltbekannten Namen: Boris Becker. Nein, nicht das, was Sie jetzt denken. Es geht weder um die High Society, noch um Frauengeschichten oder Sport. Es geht um Immobilien – besser gesagt um Immobilien auf Mallorca, die nach Meinung der einheimischen Behörden ganz oder teilweise illegal errichtet wurden.

Und genau dieses Problem hat Boris Becker, und das schon seit Jahren. Der ehemalige Tennisprofi wollte seinen Traum vom romantischen Landhaus auf der Insel verwirklichen, als Location wählte er die Gegend um die kleine Stadt Artà. Doch das Anwesen geriet mehr als doppelt so groß wie ursprünglich geplant. Nach Protesten von Nachbarn berief sich Becker auf die Tatsache, dass er gemäß der Baugenehmigung durchaus vier kleinere Häuser hätte bauen dürfen. Genützt hat ihm diese Rechtfertigung nichts. Der nachfolgende Rechtsstreit zieht sich bereits seit Jahren hin und gipfelte schließlich in einen Teilabriss der Finca. Mittlerweile hat Boris Becker keine Lust mehr auf das Haus und versucht es zu verkaufen.

Kaum zu glauben, mit welcher Willkür in der Vergangenheit Bauanträge genehmigt, widerrufen oder gleich komplett abgelehnt wurden. Wobei letztgenannte Möglichkeit für den Bauherren noch die beste war. Und das auf der Lieblingsinsel der Deutschen, auf der sich in den letzten Jahren Tausende häuslich niederließen (vgl. http://www.mallorca-experte.net/mallorca-fakten-und-zahlen/).

Das soll mit dem neuen Bodengesetz der mallorquinischen Inselregierung nun anders werden. Mit dem erst vor wenigen Wochen neu verabschiedeten Bodengesetz soll der Bau von Immobilien auf der gesamten Insel einheitlich geregelt werden. Dadurch verlieren die einzelnen Stadt- und Bezirksverwaltungen diese Befugnis – sie waren den Verantwortlichen etwas zu nah am Bürger.

Zunächst einmal wirkt sich das Gesetz auf alle neu zu errichtenden Häuser auf Mallorca und auf die Ihre Häuser anbieten von privat. Was jedoch für viele Immobilienbesitzer noch viel wichtiger ist: Auch auf bereits gebaute Objekte nimmt es entsprechenden Einfluss. Schätzungen zufolge sollen allein in den vergangenen 20 Jahren zwischen 10.000 und 20.000 komplett oder teilweise illegal errichtete Gebäude auf Mallorca erstellt worden sein, im Vergleich dazu wirkt die Zahl von knapp 8.000 legal gebauten Häusern geradezu lächerlich. Besitzer solcher Objekte können jetzt aufatmen: Durch das neue Bodengesetz soll eine nachträgliche Legalisierung möglich werden, zumindest dann, wenn es sich nicht um ein Gebäude in einem Naturschutzgebiet handelt oder bereits Anzeigen gegen den Eigentümer vorliegen. Außerdem müssen die Verstöße bereits verjährt sein.

Doch keine Chance ohne entsprechende Einschränkungen: Dass die nachträgliche Legalisierung Geld kostet, dürfte keinen Eigentümer verwundern. Es kann mit Kosten von etwa 4,5 % des Immobilienwertes allein für Gebühren gerechnet werden. Hinzu kommen allerdings auch noch teils drastische Strafen, die bis zu 25 % des Wertes betragen können. Sie werden in Abhängigkeit davon erhoben, wie schnell der Eigentümer sein Objekt nachträglich legalisieren lässt.

Experten begrüßen das neue Gesetz und seine Auswirkungen auf den gesamten mallorquinischen Immobilienmarkt. Insbesondere auf den An- und Verkauf von Immobilien wird ein positiver Effekt erwartet, denn viele Häuser konnten in der Vergangenheit aufgrund illegaler Anbauten nicht vermittelt werden. Auch die Deckung einer Hypothek oder ein (legaler) Umbau waren dadurch ausgeschlossen. Das dürfte sich nun ändern.

Fazit: Auch wenn sich durch das Bodengesetz einiges ändern und dem Immobilienbesitzer auf Mallorca mehr Sicherheit gegeben werden soll, zeigt sich an dem hier genannten Beispiel wieder einmal, wie wichtig es ist, sich so umfassend wie nur möglich über die rechtlichen Gegebenheiten beim Erwerb von Immobilien auf Mallorca oder beim Vorvertrag beim Hauskauf wichtig sind.

Darüber hinaus empfehlen wir, sich mit der Auswahl der Immobilie genug Zeit zu lassen und einen möglichst unabhängigen Experten zu konsultieren, der sowohl Erfahrung als auch fundierte Kenntnisse im spanischen Immobiliensektor besitzt. Mit einem solchen Profi an Ihrer Seite kann wenig schiefgehen.

 

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