Durchlauferhitzer und der Stromverbrauch

Tipps für die Kalkulation
Durchlauferhitzer und der Stromverbrauch - Tipps für die Kalkulation


In Deutschland sind allein im Jahr 2014 circa neun Millionen Bundesbürger umgezogen. Eine Zahl, die für mehr als ein Zehntel der bundesdeutschen Bevölkerung steht. Die Binnenwanderung zwischen Regionen und Bundesländern hat damit ein erhebliches Ausmaß angenommen. Zu den Gründen für einen Umzug gehören:

  • Jobwechsel
  • Ausbildung
  • Trennung
  • Heirat usw.
Wer umziehen will, braucht nicht nur eine Wohnung. Es geht auch darum, sich neue Energieversorger zu suchen. Im Zusammenhang mit einer Mietwohnung geht es dabei in erster Linie um die elektrische Energie – sprich Strom. Beim Thema Gas sitzt in aller Regel der Vermieter fest im Sattel.

Beim Strom reicht es nicht, sich einfach die Abrechnungen der alten Wohnung zur Hand zu nehmen. Sind die neuen vier Wände mit einem Durchlauferhitzer ausgestattet, kann die nächste Stromrechnung zur unangenehmen Überraschung werden. Was ist ein Durchlauferhitzer genau? Und warum hat er so großen Einfluss auf den Energieverbrauch?

Der Durchlauferhitzer – das Funktionsprinzip

Der Durchlauferhitzer – das FunktionsprinzipDurchlauferhitzer erwärmen Wasser mithilfe von elektrischer Energie. Aus diesem Grund müssen Mieter und Hausbesitzer oftmals einen deutlich höheren monatlichen Stromabschlag einkalkulieren, wenn das Warmwasser auf diese Weise erzeugt wird.

Das Prinzip eines Durchlauferhitzers ist denkbar einfach. Das Gerät sitzt zwischen Zuflussstelle und der Entnahmestelle (z. B. Badewanne). Beim Aufdrehen des Wasserhahns registriert der Erhitzer den Durchfluss. Über eine leistungsstarke Hitzequelle wird das Wasser jetzt erwärmt und über die Armatur abgegeben. Moderne Durchlauferhitzer können heute entweder mit Strom oder mit einem Gasbrenner betrieben werden. In letztgenanntem Fall ist die Zündung via Piezoelement möglich.

Um innerhalb kurzer Zeit einen Durchfluss von Wasser mit gewünschter Temperatur zu erreichen, ist das Gerät mit einem entsprechend starken Heizelement ausgestattet. Je nach Einsatzzweck kann dessen Leistung variieren.

Wie viel Strom verbraucht ein Durchlauferhitzer?

Aufgrund der besonderen Anforderungen, welche an einen Durchlauferhitzer gestellt werden, muss das Heizelement binnen kürzester Zeit eine entsprechend große Leistung bereitstellen. Es stellt sich hier schon fast zwangsläufig die Frage, welche Leistungsabnahme – etwa aus dem Stromnetz – damit verbunden ist.

Generell richtet sich dieser Wert nach dem Einsatzzweck des Durchlauferhitzers. Kleingeräte benötigen unter Umständen nur drei bis sechs Kilowatt (kW). Diese Variante ist im Wesentlichen für nur eine Abnahmestelle gedacht. Versorgt das Gerät mehrere Entnahmestellen, ist diese Leistung allerdings nicht mehr ausreichend. Der Anschlusswert kann daher schnell zwischen 18 kW bis über 30 kW schwanken.

Leistungsdaten, die durchaus deutlich machen, mit welchem Energieverbrauch zu rechnen ist. Nimmt ein Durchlauferhitzer beispielsweise 25 kW auf und kostet die kWh 25 Cent, verbraucht das Gerät in einer Stunde Dauerbetrieb 6,25 Euro. In sieben Tagen würde der Durchlauferhitzer also bereits Betriebskosten von mehr als 43 Euro verursacht haben. Wer in eine neue Wohnung einziehen will, sollte – sofern diese mit einem Durchlauferhitzer ausgestattet ist – in jedem Fall dessen Leistungsparameter prüfen. Nur so lässt sich eine näherungsweise Strombedarfsrechnung auf die Beine stellen.

Wie lassen sich die Kosten senken?

Angesichts der hohen Leistung, die ein Durchlauferhitzer zum Erwärmen des Wassers einsetzen muss, sind Verbraucher im ersten Moment schockiert. Dabei hat man die Höhe des Energieverbrauchs durchaus auch selbst in der Hand. Ein wichtiger Schritt besteht immer darin, sich nach einem günstigen Anbieter umzusehen. Laut Verivox.de lassen sich dabei jährlich bis zu 500 Euro sparen. Der Strompreis ist an dieser Stelle ein Kriterium. Faktoren wie die Vertragslaufzeit und Preisgarantien sollten aber ebenfalls eine Rolle spielen.

Ein zweiter wesentlicher Faktor betrifft das Verbrauchsverhalten. Die Temperatur des Durchlauferhitzers lässt sich für die verschiedenen Einsatzzwecke steuern. Sofern das Gerät entsprechende Einstelloptionen bietet, ist es ratsam, diese auch zu nutzen. Eine Temperatursteuerung über den Durchlauferhitzer ist der Kaltwasserzumischung an der Armatur auf jeden Fall vorzuziehen. Sofern der Erhitzer etwas in die Jahre gekommen ist, bietet sich zudem der Austausch des Geräts an.

TippModerne Dusch- und Badarmaturen arbeiten wassersparend. Wer diese Maßnahmen umsetzt, braucht weniger warmes Wasser – und kann damit zusätzlich sparen.

 

Die Sparmaßnahmen im Überblick:

  • Einsatz moderner Durchlauferhitzer
  • Verwendung wassersparender Armaturen
  • Wechsel zum günstigen Stromanbieter
  • Temperatureinstellung am Durchlauferhitzer

Welche Warmwasser-Alternative existiert zum Durchlauferhitzer?

Welche Warmwasser-Alternative existiert zum Durchlauferhitzer?
Warmwasser muss nicht zwingend mit Strom erzeugt werden. Es gibt zahlreiche Alternativen, die meistens günstiger ausfallen.

Wer heute ins Eigenheim ziehen will, hat gerade beim Neubau die Qual der Wahl. Setze ich auf die klassische Raumheizung oder die Alternative Fußbodenheizung? Parkett und Laminat haben ebenfalls ihre Vor- und Nachteile. Wie sehen die Alternativen zum Durchlauferhitzer aus? Prinzipiell ist das Gegenstück die Flüssig-/Festbrennstoffheizung. Viele Ein- und Mehrfamilienhäuser arbeiten hier mit:

  • Gas
  • Öl
  • Holz/Holzprodukten
  • anderen Festbrennstoffen
An diesen Kreislauf ist in aller Regel auch die Warmwasserbereitung mit Speicher angebunden. Aber: Durch Solarthermie – also eine Warmwasserbereitung durch die Kraft der Sonne – oder Erdwärme (Geothermie) ist ebenfalls warmes Wasser im Kreislauf vorhanden. Im Vergleich zum Durchlauferhitzer sind die Anfangsinvestitionen hier aber erheblich.

Fazit: Warmes Wasser dank Strom

Die Verfügbarkeit von warmem Wasser ist heute selbstverständlich. Vor wenigen Jahrzehnten sah die Situation noch anders aus. Gerade die Verbreitung der Durchlauferhitzer in Mietwohnungen stellt so manchen Haushalt – etwa beim Umzug – vor Herausforderungen. Wer bislang mit einem Durchlauferhitzer nicht viel zu tun hatte, ist von den besonderen Eigenheiten dieses Geräts überrascht. Spätestens mit der nächsten Jahresrechnung des Stromversorgers droht eine mehr oder minder unangenehme Überraschung.

Sofern der Durchlauferhitzer mit elektrischer Energie arbeitet und eine entsprechende Leistung mitbringt, verbraucht ein 3-Personen-Haushalt im Jahr laut der Stiftung Warentest schnell mehrere hundert Euro – nur für die Bereitstellung von Warmwasser. Es ist daher empfehlenswert, sich mit der Technik vorm Umzug auseinanderzusetzen. Darüber hinaus darf auch das Nutzungsverhalten auf den Prüfstand. Oft sind es Fehler an dieser Stelle, welche für den Verbraucher teuer werden – etwa ein zu heiß eingestellter Durchlauferhitzer. Sofern in der Wohnung ein solches Gerät installiert ist, kommt man als Mieter aber kaum daran vorbei, sich auf das Gerät einzustellen und die Kosten zumindest einzudämmen.



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