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Quelle: BHW Bausparkasse/mediacolor´s
Heizenergiecheck

Die Energiepreise in Deutschland schnellen in ungeahnte Höhen. Seit dem Jahr 2000 stiegen die Kosten für Gas um 34, die für flüssige Brennstoffe um knapp 33 Prozent. Jetzt heißt es: Energie sparen! Rund 75 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs lösen sich in einem Altbau-Einfamilienhaus allein über die Heizung buchstäblich in Luft auf. Durch fachgerechte Modernisierung der Wärmedämmung kombiniert mit dem Einbau einer modernen Heizungsanlage und neuen Fenstern lassen sich Einsparungen von bis zu 65 Prozent erzielen.

Wärmemantel für Fassade
Der erste Schritt einer kostenbewussten Modernisierung ist die Dämmung der Fassade. Bei älteren Häusern empfiehlt sich eine Außenwanddämmung: Die Immobilie bekommt eine Art „Mantel“, der sie warm hält. Dabei wird eine Dämmschicht direkt auf das Mauerwerk angebracht und mit einem Kunstharz- oder Mineralputz versehen. Noch effektiveren Wärmeschutz erzielt die etwas teurere Kerndämmung. Sie entspricht dem Neubau-Standard. Das Außenmauerwerk erhält eine Dämmschicht, davor wird mit etwas Abstand Verblendmauerwerk – meist aus Klinkersteinen – gesetzt. Für Fachwerkhäuser und historische Fassaden besteht die Möglichkeit der Innenwanddämmung.

Keine Energie zum Dach rausblasen
Da Wärme immer nach oben steigt, ist der zweite Schritt zur Energieeinsparung die Dämmung des Daches. „Hier können Hobbyhandwerker selber anpacken und Dämmmaterial zwischen oder auf den Dachsparren anbringen“, informiert BHW-Experte Matthias Schnabel. Der Einbau von Wärmeschutzfenstern hilft, wertvolle Energie einzusparen. Sie sind meist mit Edelgas gefüllt. Das hindert die teuer erzeugte Wärme, nach draußen zu entweichen und sie verbessern Schallschutz sowie Wohnklima. Wer zusätzlich noch die Kellerdecke dämmt, hat sein Haus ideal „verpackt“ und gegen Wärmeverluste geschützt.

Moderne Heiztechnik spart
Der dritte Schritt zum „Energiesparhaus“ sollte der Einbau innovativer Heiztechnik sein. „Eine moderne Brennwertheizung passt sich optimal dem Energiebedarf des modernisierten Altbaus an“, erläutert Ulrich Zink, Vorsitzender des Bundesarbeitskreises Altbauerneuerung e.V. Bei einem Einfamilienhaus aus den 50er Jahren müssen Bauherren bei kompletter Dämmung und Austausch von Fenstern und Heizungsanlage mit Kosten von rund 40.000 Euro rechnen. Mindestens 1.000 Euro gibt das Bundesamt für Wirtschafts- und Ausfuhrkontrolle für eine Biomasse-Heizanlage dazu, zusätzlich gibt es günstige CO2-Gebäudesanierungs-Kredite der KfW-Förderbank. Neben der nachhaltigen Wertsteigerung und dem guten Wohnklima reduziert sich außerdem der Wohnklima reduziert sich außerdem der Heizenergiebedarf von zirka 5.600 auf 2.000 Liter Heizöl pro Jahr. Das entspricht einer Ersparnis von rund 1.700 Euro. Quelle: BHW Bausparkasse

Förderung im Überblick

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